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Ökologische Energieversorgung für die Kaserne

06.11.2008

Seit ca. 9 Jahren wird die Hachenberg-Kaserne von dem Hamburger Contracting-Unternehmen URBANA mit Wärme versorgt. Nun hat der Contractor die Energieversorgung von Erdgas und leichtem Heizöl auf Wald- und Sägerestholz sowie Holz aus der hiesigen Landschaftspflege umgestellt.

Die Wärmeerzeugungsanlage und das Wärmeversorgungsnetz mit ca. 40 Abnahmestellen steht im Eigentum der URBANA. Die Wärmeversorgung erfolgte bisher zu 100 % aus fossilen Brennstoffen, Erdgas und leichtem Heizöl.
URBANA handelt grundsätzlich nach dem Prinzip „Wir liefern und betreiben alles, was Ressourcen spart und die Umwelt entlastet“. Dabei wird die Entscheidung über die einzusetzende Energie – ob fossile oder biogene Brennstoffe oder regenerative Energie –immer nach den örtlichen Gegebenheiten und Bedürfnissen getroffen.
Der URBANA-Vertrag zur Belieferung der Hachenberg-Kaserne mit Wärme läuft insgesamt über 20 Jahre. Etwa die Hälfte der vertraglich vereinbarten Laufzeit ist abgelaufen. Obwohl URBANA im laufenden Vertragsverhältnis keine Änderung bei den eingesetzten
Brennstoffen vornehmen musste, hat man sich entschieden, auf eine ökologische Energieversorgung umzustellen, ohne die Bundeswehr mit zusätzlichen Kosten zu belasten.
Deshalb wurde die Energieversorgung 2008 umgestellt.
Mit einem Holzlieferanten aus der Region wurde ein langfristig laufender Versorgungsvertrag
abgeschlossen.
Die Bauzeit inklusive der von URBANA durchgeführten Planung betrug ca. 9 Monate. Seit
Anfang Oktober 2008 wird die Wärme aus erneuerbaren Energien erzeugt. Die alte Lagerstätte, in der ursprünglich einmal Kohle gelagert wurde und später leichtes Heizöl, wurde zu einem mit LKW befahrbaren Holzhackschnitzellager umgebaut. Die Befüllung des Lagers erfolgt durch eine Öffnung im Dach, die während der üblichen Betriebszeiten durch eine Abdeckung verschlossen wird. Der Brennstofftransport erfolgt voll automatisch, über hydraulisch betätigte Fördereinrichtungen zu dem Herzstück der ökologischen Wärmeerzeugungsanlage, dem Holzhackschnitzelkessel. Die beiden alten Kessel mit einer Leistung von 2,9 MW und 1,8 MW bleiben als Reserve erhalten, der neue Holzhackschnitzelkessel hat eine Leistung von 1,3 MW.
URBANA benötigt während der Heizperiode ca. 2 m³ Holzhackschnitzel pro Stunde, so dass alle 2 Tage ein Lastwagen die benötigten Nachschubmengen an Holzhackschnitzeln anliefern muss.
Die Betriebsführung der komplexen Wärmeerzeugungsanlage wird durch einen Mitarbeiter aus der Region sichergestellt. Bisher wurde der sichere Heizbetrieb im Wesentlichen durch eine Fernüberwachung gewährleistet. Es ist somit ein neuer Arbeitsplatz geschaffen worden.

URBANA geht davon aus, dass ca. 80 % der bislang eingesetzten fossilen Energieträger durch erneuerbare Energien ersetzt werden können. Dadurch wird der jährliche CO²-Ausstoß um ca. 1.500 t reduziert – dies entspricht der umweltschädigenden Wirkung von ca. 580 PKW mit einer jährlichen Fahrleistung von ca. 20.000 km.

URBANA macht sich mit dieser Kesselerneuerungsmaßnahme um die Region verdient. Zum einen wird der Schadstoffausstoß deutlich reduziert, zum anderen wird Restholz aus der Region einer sinnvollen Verwendung zugeführt, was wiederum Arbeitsplätze sichert. Die Bundeswehr kann mit dieser Umstellung auf eine ökologisch ausgerichtete Wärmeversorgung einen Beitrag zu den Klimazielen der Bundesregierung erbringen.

Ein weiters Plus: Die vermiedenen CO2-Emissionen werden in das Modellprojekt JIM .NRW der EnergieAgentur NRW, die im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie handelt, eingebracht und erwirtschaften so handelbare Emissionsrechte. Die daraus erwirtschafteten Erlöse fließen anteilig wieder dem ausgeführten Projekt zu.
URBANA gehört zur KALO-Gruppe. Die KALO-Gruppe bildet das Dach für den Firmenverbund URBANA, KALORIMETA und IKW. Energieerzeugung, Energielieferung, Energieerfassung, Energiemanagement und Energieabrechnung sowie vor- und nachgelagerte Energiedienstleistungen bilden eine logische Prozesskette und werden durch die KALO-Gruppe abgedeckt.

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