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KWK und die Zukunft des Strommarktdesigns

20.10.2014

Studie und Grünbuch im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

 

Das Jahr 2014 steht im Zeichen des Wandels: Themen wie die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), Strommarktdesign und Versorgungssicherheit wurden und werden intensiv diskutiert.

 

Sicher ist, dass unsere Energieversorgung zuverlässiger, umweltverträglicher und kosteneffizienter werden muss. Hierzu muss sich der Energiemarkt wandeln. Populäre Beispiele sind Wind- und Sonnenstrom. Das wirft aber Fragen auf.

 

  • Wie bleibt die Energieversorgung bezahlbar bei steigender Umweltverträglichkeit?
  • Wie kann man die schwankende Produktion aus Wind und Sonne abfedern?
  • Welche Anreize setzt man, damit Verbraucher genau dann Strom nutzen, wenn er günstig ist?
  • Welche Rolle dürfen konventionelle Kraftwerke in der Zukunft noch spielen?

 

Kurzum: Wie machen wir den Strommarkt fit für die Energiewende und wie spielt der Wärmemarkt mit in die Konzeption?

 

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat hierzu eine Reihe von Maßnahmen und Lösungsansätzen gebündelt, die sie nun im Grünbuch „Ein Strommarkt für die Energiewende“ vorstellt. Das BMWi will damit eine breite, lösungsorientierte Diskussion und eine fundierte politische Entscheidung über das zukünftige Strommarktdesign ermöglichen.

 

Hier spielt aber auch eines unserer Kernthemen, die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), eine große Rolle. Im Auftrag des BMWi wurde auch zu diesem Thema aktuell eine wissenschaftliche Studie zu Kosten-Nutzen und den Potenzialen von KWK in Deutschland erarbeitet.

 

Das Resüme: Allein 2011 konnten durch KWK zum Beispiel 9,8 Millionen Tonnen CO2 vermieden werden. Neben der Steigerung der Energieeffizienz durch KWK hat die Studie auch gezeigt, dass in diesem dezentralen Versorgungsansatz ein großes Potenzial für umweltfreundliche, hocheffiziente und wirtschaftliche Regelenergie liegt. Hier spielt KWK der Versorgungssicherheit im Strommarkt in die Hände – ohne auf althergebrachte, großdimensionierte und weniger umweltfreundliche und nicht so sparsame Lösungen zu setzen. Hier geht es zur Studie.

 

Hintergrundinformationen zum Grünbuch des BMWi

Laut offiziellem Zeitplan ist vorgesehen, mit dem Grünbuch eine öffentliche Konsultation bis März 2015 zu eröffnen. Dieser Konsultation soll Ende Mai 2015 ein Weißbuch mit konkreten Maßnahmen folgen, das wiederum bis September 2015 öffentlich konsultiert wird. Daran wird sich die notwendige Gesetzgebung anschließen. Parallel dazu finden Gespräche zwischen dem BMWi, unseren Nachbarstaaten und der Europäischen Kommission statt, da gemeinsame Lösungen im Rahmen des europäischen Binnenmarktes angestrebt werden und das nicht nur wegen der Kostenvorteile.

 

 

Weitere Informationen auf der Seite des BMWi

 

Zum Grünbuch

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