Pressedetail
a
b

Kostensenkung durch Contracting: So rentiert sich Umweltschutz für die Industrie

Hamburg, 06.03.2009

Urbana Agimus Contracting (UAC) hat sich in der Industrie einen Namen gemacht. Das Unternehmen steht für kostensenkende Energie- und Umweltlösungen. Erste Erfolgsberichte liegen nun vor. Die Urbana Agimus Contracting GmbH ist vor zwei Jahren als Joint Venture des Hamburger Contracting-Unternehmens Urbana und der Umweltberatungsfirma Agimus aus Braunschweig gegründet worden.

 

„Wir wollen Kostensenkungspotenziale durch Energie- und Umwelttechniken in Industrieunternehmen identifizieren und nutzen“, sagt Dr. Ralf Utermöhlen, einer von zwei Geschäftsführern der Urbana Agimus Contracting. Auf diese Weise komme eine gleich dreifache Win-Situation zustande, weil Industriebetrieb, Contractor und Umwelt gleichermaßen profitieren. „Viele gute Projekte, die es bis zur Realisationsreife geschafft haben, wurden in der Industrie bislang nicht umgesetzt, weil die Amortisation erst nach drei oder mehr Jahren erfolgte - und damit für das Industrieunternehmen zu spät. Das hat uns sehr geärgert“, erläutert Dr. Utermöhlen. Genau hier biete Umwelt-Contracting die Lösung. Die Urbana Agimus Contracting implementiert in den Bereichen Wasser, Energie und Kernstoffströme neueste Umwelttechnik, die durch Contracting finanziert wird. Geschäftsführer Ralf Bones nennt die ambitionierten Ziele des Joint Venture-Unternehmens: „Wir wollen ein führendes deutsches Unternehmen im Umwelt-Contracting werden.“ Um dies zu erreichen, so die beiden Firmenleiter, werde sich das Unternehmen weiterhin auf die Industriebereiche Kunststoff, Glas, Lebensmittel und Metallverarbeitung konzentrieren.


Einsatz von modernen Effizienztechnologien
Wie grünes Contracting für Industrieunternehmen in der Praxis aussieht, zeigt ein Projekt der UAC bei einem Unternehmen der Landmaschinenindustrie (Welger, Wolfenbüttel). Der Contractor ermöglicht Welger nun Einsparungen in Höhe von zirka 40 Prozent des jährlichen Gasverbrauchs. Eine nach heutigem Stand der Technik veraltete Dampfkesselanlage mit 14 MW Feuerungswärmeleistung wurde durch ein modernes Konzept von Effizienztechnologien ersetzt: 174 hocheffiziente, 2-stufige Infrarot-
Dunkelstrahler ersetzen die bisherige Hallenheizung. An Stellen, an denen aus technischen oder räumlichen Gründen Strahlungsheizung nicht eingesetzt werden konnte, wird jetzt mit dezentralen modernen Gaskesseln beheizt. Dampf, der technisch nur an einer Stelle erforderlich war, wird mit einem Schnelldampferzeuger in genau der nötigen Menge bereitgestellt. Urbana investierte hier 908.000 Euro, der Kunde spart bei diesem Modell für seine Energieversorgung sofort Geld, da die Contractingrate deutlich niedriger ist als die bisherigen Heizkosten. Gleichzeitig wird Umwelt durch 4,8 Millionen eingesparte Kilowattstunden um zirka 1000 Tonnen CO2 jährlich entlastet. Hunderttausende Kilowattstunden nun nutzbar gemacht Bei einem anderen Projekt in einer Fleischwarenfabrik kommt ein besonders pfiffiges Konzept zur Umsetzung. Das Problem: Das benachbarte Industrieheizkraftwerk
produziert im Sommer überschüssige Abwärme, während die Fleischwarenfabrik ganzjährig Wärme zum Kochen und Reinigen benötigt. Die Lösung: UAC betreibt eine Nahwärmeversorgung mit zugehörigen Speichern und Regeltechnik. 615.000 Kilowattstunden Wärme – das entspricht der Menge, die benötigt wird, um über 4000 Quadratmeter Wohnfläche zu beheizen -, die bislang vernichtet wurden, werden so nun nutzbar gemacht. Und beide Seiten profitieren finanziell. Gleichzeitig werden an einer anderen Stelle durch eine speziell gefertigte Wärmerückgewinnung 510.000 Kilowattstunden Wärme zurückgewonnen und in den Rücklauf der Heizung für Warmwasserbereitung eingespeist. Die Minderbelastung der Umwelt kann sich sehen lassen; sie beträgt 246 Tonnen CO2 jährlich. Die Urbana Agimus Contracting nutzt die Einsparungen in Höhe von jährlich über 60.000 Euro dazu, um die Anlage zu finanzieren. Über die Kalkulation hinausgehende Einsparungen kommen wiederum dem Kunden zugute. So rechnet sich das Umwelt-Contracting für Kunde, Contractor und die Umwelt.


Führendes Unternehmen im Umweltcontracting
Die Urbana Agimus Contracting ist bereits heute eines der führenden Unternehmen im Bereich des Umwelt-Contracting für die Industrie. Die Muttergesellschaften Urbana und Agimus brachten als hoch spezialisierte Unternehmen ihre Kompetenzen in das Joint Venture ein und schafften damit eine ideale Ausgangssituation für den Erfolg der UAC. Urbana bringt 40 Jahre Erfahrung im Contracting in den Bereichen Wohnung, Gewerbe und Industrie ein. Ihre Kompetenzen liegen in der Planung, dem Bau, der Finanzierung und dem Betrieb der Anlagen. Als Mitglied der Kalo-Gruppe verfügt Urbana über ein
gutes Netzwerk und eine entsprechende Marktpräsenz, von der die Urbana Agimus Contracting profitiert. Das Unternehmen Agimus seinerseits steuert 17 Jahre Erfahrung im Umwelt-Consulting und -Management bei. Das Alleinstellungsmerkmal des Unternehmens: für jedes Projekt die jeweils modernste rentable Umwelttechnik einzusetzen. Möglich ist der Agimus dies durch ihr einzigartiges Technologie-Know-how.


Hintergrund zu den Muttergesellschaften
Die Firma Urbana Energiedienste GmbH in Hamburg ist einer der leistungsstärksten Anbieter im Bereich Fernwärme, der bundesweit mehr als 100.000 Abnehmer mit Wärme, Kälte und Strom versorgt. Das Unternehmen, das zur Kalo-Gruppe gehört, arbeitet als Komplettdienstleister für die Energieversorgung und Verbrauchsabrechnung von Immobilien.

Die Agimus GmbH Umweltgutachterorganisation & Beratungsgesellschaft mit Sitz in Braunschweig ist eine Unternehmensberatung, die auf Umweltgutachten, Umweltschutz, Qualität, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz spezialisiert ist. Die Firma ist seit 1995 als Umweltgutachterorganisation zugelassen. Zu ihren Dienstleistungen gehören unter anderem EMAS-Validierungen und ISO 14001- Zertifizierungen und nach TEHG (Treibhausgasemissionen).


Hintergrund zur Strahlungsheizung
Das Prinzip der Strahlungsheizung basiert auf dem der Sonnenwärme. Die Wärmestrahlen der Sonne durchdringen die Luft nahezu verlustfrei und werden erst aktiv - also als Wärme empfunden -, wenn die Sonnenstrahlen auf Personen oder Flächen treffen. Genauso wirkt der Dunkelstrahler: Die Infrarotstrahlung ist direkt auf der Hautoberfläche als angenehme Wärme spürbar. Die indirekte Wirkung der Strahlungsheizung bemerken wir an einer leichten Erwärmung der Umgebungsflächen
im Aufenthaltsbereich: Fußboden, Einrichtungsgegenstände etc. Resultat: ist eine angenehme Empfindungstemperatur auch bei niedrigen Lufttemperaturen. Dunkelstrahler können vielfältig eingesetzt werden, zum Beispiel auch als Hallenheizung in Gebäuden mit niedrigen bis mittleren Deckenhöhen. Der Brenner erzeugt eine lang ausgestreckte und laminare Flamme im Strahlungsrohr. Das Stahlrohr erhitzt sich im Mittel auf 300 Grad Celsius und gibt damit Wärmestrahlen ab. Diese Eigenschaft verleiht dem Dunkelstrahler eine außergewöhnliche Energieeffizienz und senkt maßgeblich die Energiekosten.
Eine weitere Innovation ist die 2-Stufigkeit, die sich bei Kesseln und Hellstrahlern bewährt hat. Mit der 2-Stufigkeit kann sich die Heizleistung dem momentan benötigten Wärmebedarf anpassen, denn natürlich ist Vollgas nicht immer am besten; ökonomisch Heizen bringt Energieeinsparung und Heizkomfort.



Ihre Ansicht ist zu klein. Bitte vergrößern Sie Ihr Fenster oder benutzen einen Bildschirm mit einer höheren Auflösung.